Notizen ·
Warum der Regen drauf bleibt

Mein Zimmer ist nicht schallisoliert. Es hat ein Dachfenster, das nicht richtig schließt, und unter mir wohnt ein Mann, der gern abends Staub saugt. Für eine Aufnahme ist das eigentlich eine Katastrophe.
Als ich „Findorff, Regen“ aufgenommen habe, fing es beim zweiten Refrain an zu schütten. Ich habe erst beim Abhören gemerkt, wie laut das auf der Spur war. Also habe ich am nächsten Tag noch einmal alles eingesungen, trocken und sauber. Und diese Fassung war tot.
Die saubere Aufnahme klang wie ein Lied über Regen. Die andere klang, als würde es regnen.
Ein Freund, der sich auskennt, meinte, man könne das Rauschen fast vollständig entfernen. Das stimmt sicher. Ich habe mich trotzdem bedankt und es dringelassen. Wenn Du die EP im März hörst und bei Minute zwei das Fenster zumachen willst: Das ist Absicht.